Lohnfortzahlungsrechner: Ihr Gehalt bei Krankheit berechnen


Lohnfortzahlungsrechner

Berechnen Sie, wie viel Gehalt Sie während einer Krankheit erhalten. Der Rechner ermittelt die Dauer und Höhe Ihrer Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber sowie Ihr anschließendes Krankengeld.


Ihr vertraglich vereinbartes Bruttogehalt pro Monat in Euro.


Die Gesamtdauer Ihrer Krankschreibung in Kalendertagen.


Ihre Lohnsteuerklasse beeinflusst die Höhe der Nettoberechnung.


Relevant für den Beitragssatz zur Pflegeversicherung.


In den meisten Bundesländern 9%, in Bayern und Ba-Wü 8%. Wir rechnen mit 9%.


Den individuellen Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse. Der Durchschnitt liegt 2024 bei 1,7%.


Netto-Lohnfortzahlung (für max. 42 Tage)
€2.608,45

Dauer der Lohnfortzahlung
42 Tage

Brutto-Lohnfortzahlung
€4.000,00

Anspruch auf Krankengeld
ab Tag 43

Geschätztes Netto-Krankengeld
€2.213,29 / Monat

Berechnungsgrundlage: Die Lohnfortzahlung entspricht Ihrem normalen Gehalt für bis zu 6 Wochen (42 Tage). Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld, das meist geringer ausfällt. Unsere Berechnung ist eine Annäherung und kann von der exakten Lohnabrechnung abweichen.

Visueller Vergleich: Reguläres Gehalt vs. Lohnfortzahlung vs. Krankengeld
Finanzieller Verlauf bei Krankheit
Zeitraum Zahlungsquelle Bruttobetrag (pro Monat) Nettobetrag (pro Monat)
Tag 1 – 42 Arbeitgeber €4.000,00 €2.608,45
Ab Tag 43 Krankenkasse €2.800,00 €2.213,29

Was ist ein Lohnfortzahlungsrechner?

Ein Lohnfortzahlungsrechner ist ein digitales Werkzeug, das Arbeitnehmern hilft, ihr Einkommen während einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit zu kalkulieren. Gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz in Deutschland haben Arbeitnehmer Anspruch auf die Fortzahlung ihres vollen Gehalts durch den Arbeitgeber für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen (42 Kalendertage). Unser Rechner ermittelt nicht nur die Höhe dieses fortgezahlten Lohns, sondern auch das voraussichtliche Krankengeld, das die Krankenkasse nach Ablauf dieser Frist zahlt.

Dieses Tool ist für alle Arbeitnehmer relevant – egal ob Angestellte, Arbeiter oder Auszubildende. Eine häufige Fehlannahme ist, dass das Gehalt bei Krankheit unbegrenzt weiterfließt. Der Lohnfortzahlungsrechner schafft hier Klarheit und zeigt die finanziellen Veränderungen auf, die nach 6 Wochen Krankheit eintreten.

Lohnfortzahlung Formel und mathematische Erklärung

Die Berechnung der Lohnfortzahlung und des Krankengeldes folgt klaren gesetzlichen Regeln. Der Lohnfortzahlungsrechner automatisiert diese Schritte.

  1. Lohnfortzahlung (bis 42 Tage): In dieser Phase erhalten Sie Ihr reguläres Gehalt. Der Rechner ermittelt aus Ihrem Bruttogehalt die gesetzlichen Abzüge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Sozialversicherungsbeiträge), um Ihr Nettoeinkommen zu bestimmen.
  2. Krankengeld (ab dem 43. Tag): Das Krankengeld wird von der Krankenkasse gezahlt. Die Formel lautet:
    • Es beträgt 70 % des regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts, aber nicht mehr als 90 % des Nettoarbeitsentgelts.
    • Es gibt eine gesetzliche Höchstgrenze.

Unser Lohnfortzahlungsrechner berücksichtigt diese komplexen Berechnungen für Sie.

Variablen der Berechnung
Variable Bedeutung Einheit Typischer Bereich
Bruttogehalt Monatliches Gehalt vor Abzügen Euro (€) 2.000 – 8.000
Krankheitsdauer Gesamte Tage der Arbeitsunfähigkeit Tage 1 – 365
Steuerklasse Faktor für die Lohnsteuerberechnung Klasse (1-6) 1 – 6
Sozialabgaben Beiträge zu Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung Prozent (%) ca. 20-21% des Bruttos

Praktische Beispiele (Real-World Use Cases)

Beispiel 1: Kurzfristige Erkrankung

Ein Angestellter mit einem Bruttogehalt von 3.500 € (Steuerklasse 1, keine Kinder) ist für 21 Tage krankgeschrieben. Da die Dauer unter 42 Tagen liegt, erhält er für den gesamten Zeitraum die volle Lohnfortzahlung von seinem Arbeitgeber. Der Lohnfortzahlungsrechner würde sein reguläres Nettogehalt ausweisen. Es entsteht kein Anspruch auf Krankengeld.

Beispiel 2: Langfristige Erkrankung

Eine Angestellte mit 4.500 € brutto (Steuerklasse 4) fällt für 70 Tage aus.

  • Tag 1-42: Sie erhält die volle Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Der Rechner ermittelt ihr reguläres Nettogehalt.
  • Tag 43-70: Der Arbeitgeber stellt die Zahlung ein. Die Krankenkasse zahlt für die verbleibenden 28 Tage Krankengeld. Der Lohnfortzahlungsrechner zeigt, dass dieses Krankengeld spürbar niedriger ist als ihr ursprüngliches Nettogehalt, was eine sorgfältige Finanzplanung erfordert.

So verwenden Sie diesen Lohnfortzahlungsrechner

  1. Bruttogehalt eingeben: Tragen Sie Ihr monatliches Bruttogehalt ein.
  2. Krankheitsdauer festlegen: Geben Sie die voraussichtliche Gesamtdauer Ihrer Krankheit in Tagen an.
  3. Persönliche Daten anpassen: Wählen Sie Ihre Steuerklasse und weitere steuerlich relevante Merkmale (Kinder, Kirchensteuer) aus.
  4. Ergebnisse analysieren: Der Lohnfortzahlungsrechner zeigt Ihnen sofort die Netto-Lohnfortzahlung, die Dauer des Anspruchs und die Höhe des anschließenden Krankengeldes an. Das Balkendiagramm visualisiert die Einkommensveränderung.

Key Factors That Affect Lohnfortzahlung Results

Mehrere Faktoren haben einen direkten Einfluss auf die Ergebnisse des Lohnfortzahlungsrechners:

  • Höhe des Bruttogehalts: Dies ist die primäre Berechnungsgrundlage für Lohnfortzahlung und Krankengeld.
  • Dauer der Krankheit: Der wichtigste Faktor. Überschreitet sie 42 Tage, wechselt die Zahlungsquelle und die Höhe des Einkommens sinkt.
  • Steuerklasse: Beeinflusst die Höhe der Lohnsteuer und somit das Nettoeinkommen während der Lohnfortzahlung.
  • Sozialversicherungsbeiträge: Ihre Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung reduzieren das Bruttogehalt.
  • Vorerkrankungen: Wenn Sie wegen derselben Krankheit erneut ausfallen, können frühere Krankheitszeiten angerechnet werden, was die Dauer der Lohnfortzahlung verkürzen kann. Unser Lohnfortzahlungsrechner vereinfacht dies und betrachtet jede Krankheit isoliert.
  • Wartezeit: In den ersten vier Wochen eines neuen Arbeitsverhältnisses besteht noch kein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Stattdessen zahlt die Krankenkasse sofort Krankengeld.

Frequently Asked Questions (FAQ)

Wer hat Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Grundsätzlich haben alle Arbeitnehmer, einschließlich Teilzeitkräfte, Minijobber und Auszubildende, nach einer vierwöchigen Wartezeit im neuen Job Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Wie hoch ist die Lohnfortzahlung genau?

Sie entspricht 100% Ihres durchschnittlichen Gehalts, das Sie ohne die Krankheit verdient hätten. Überstunden werden in der Regel nicht berücksichtigt.

Was passiert nach den 6 Wochen (42 Tagen)?

Nach 42 Tagen endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber und Sie erhalten Krankengeld von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.

Muss ich für das Krankengeld einen Antrag stellen?

Nein, der Prozess wird in der Regel automatisch durch die Krankmeldung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) angestoßen. Die Krankenkasse kontaktiert Sie oder Ihren Arbeitgeber.

Was ist, wenn ich wegen der gleichen Krankheit erneut krank werde?

Wenn zwischen zwei Arbeitsunfähigkeiten aufgrund derselben Krankheit weniger als sechs Monate liegen, werden die Krankheitszeiten addiert. Haben Sie die 42 Tage bereits erreicht, erhalten Sie direkt Krankengeld.

Gilt die Lohnfortzahlung auch bei einem Arbeitsunfall?

Ja, die Lohnfortzahlung gilt unabhängig von der Ursache der Arbeitsunfähigkeit, solange Sie diese nicht vorsätzlich herbeigeführt haben.

Wie genau ist dieser Lohnfortzahlungsrechner?

Unser Rechner bietet eine sehr genaue Schätzung basierend auf den gesetzlichen Standardregelungen. Geringfügige Abweichungen zu Ihrer finalen Lohnabrechnung sind durch spezifische Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen möglich.

Berücksichtigt der Rechner auch das Krankengeld von privaten Krankenversicherungen?

Nein, dieser Lohnfortzahlungsrechner ist für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer konzipiert. Privatversicherte haben individuelle Verträge über ein sogenanntes Krankentagegeld.

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