Rechner Entgeltfortzahlung (2026)
Ermitteln Sie Ihren Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Entgeltfortzahlung berechnen
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| Krankheitstag | Kumulierte Entgeltfortzahlung |
|---|
Tabelle 1: Kumulativer Verlauf der Entgeltfortzahlung während der Krankheit.
Diagramm 1: Vergleich des durchschnittlichen Monatsgehalts mit der gesamten Entgeltfortzahlung.
Was ist die Entgeltfortzahlung? Eine detaillierte Erklärung
Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, oft auch Lohnfortzahlung genannt, ist eine der wichtigsten sozialen Absicherungen für Arbeitnehmer in Deutschland. Geregelt wird sie durch das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG). Die Kernidee ist, dass ein Arbeitnehmer, der unverschuldet durch Krankheit arbeitsunfähig wird, finanziell nicht sofort ins Leere fällt. Stattdessen ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, den Lohn für eine bestimmte Zeit weiterzuzahlen, als ob der Arbeitnehmer gearbeitet hätte. Unser rechner entgeltfortzahlung hilft Ihnen, die exakte Höhe dieses Anspruchs zu ermitteln. Die Dauer der Entgeltfortzahlung beträgt in der Regel bis zu sechs Wochen (42 Kalendertage) für dieselbe Krankheit. Nach Ablauf dieser Frist springt in der Regel die gesetzliche Krankenversicherung mit dem Krankengeld ein.
Dieser Anspruch gilt für fast alle Arbeitnehmer, einschließlich Vollzeit- und Teilzeitkräfte, Auszubildende und Minijobber, sobald das Arbeitsverhältnis vier Wochen ununterbrochen bestanden hat (Wartezeit). Eine häufige Fehlannahme ist, dass nur das Grundgehalt gezahlt wird. Tatsächlich umfasst die Entgeltfortzahlung das reguläre Bruttoarbeitsentgelt, zu dem auch regelmäßige Zulagen gehören können. Überstundenvergütungen werden jedoch typischerweise nicht berücksichtigt. Mit unserem rechner entgeltfortzahlung können Sie diese komplexe Berechnung einfach und transparent nachvollziehen.
Die Formel hinter dem Rechner Entgeltfortzahlung
Die Berechnung der Entgeltfortzahlung basiert auf dem sogenannten Lohnausfallprinzip. Es soll sichergestellt werden, dass Sie das Gehalt erhalten, das Sie verdient hätten, wenn Sie nicht krank geworden wären. Die gängigste Methode, die auch unser rechner entgeltfortzahlung verwendet, stützt sich auf den Durchschnittsverdienst der letzten drei vollen Abrechnungsmonate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit.
Die Formel lässt sich in drei Schritten ableiten:
- Durchschnittsgehalt ermitteln: Zuerst wird die Summe der Bruttogehälter der letzten drei Monate gebildet und durch drei geteilt, um ein durchschnittliches Monatsgehalt zu erhalten.
- Täglichen Bruttolohn berechnen: Um den Wert für einen einzelnen Arbeitstag zu finden, wird das Gesamtbrutto der drei Monate durch die Anzahl der Arbeitstage in diesem Zeitraum geteilt. Die Arbeitstage ergeben sich aus den vertraglich vereinbarten Arbeitstagen pro Woche (z.B. 5 Tage/Woche * 13 Wochen = 65 Arbeitstage im Quartal).
- Gesamtanspruch berechnen: Der tägliche Bruttolohn wird anschließend mit der Anzahl der Krankheitstage multipliziert. Wichtig: Der Anspruch ist gesetzlich auf 42 Kalendertage begrenzt.
Vereinfachte Formel: Gesamte Entgeltfortzahlung = (Gesamtbrutto der letzten 3 Monate / Arbeitstage in den letzten 3 Monaten) * Anzahl der Krankheitstage
| Variable | Bedeutung | Einheit | Typischer Bereich |
|---|---|---|---|
| Bruttogehalt | Monatliches Bruttoeinkommen | Euro (€) | 2.000 – 8.000 |
| Arbeitstage pro Woche | Reguläre wöchentliche Arbeitstage | Tage | 1 – 6 |
| Krankheitstage | Dauer der Arbeitsunfähigkeit | Tage | 1 – 42 |
| Täglicher Bruttolohn | Berechneter Lohn pro Arbeitstag | Euro (€) | 80 – 400 |
Praktische Beispiele zur Entgeltfortzahlung
Theorie ist gut, aber Praxis ist besser. Hier sind zwei reale Szenarien, die mit unserem rechner entgeltfortzahlung durchgespielt werden.
Beispiel 1: Angestellter mit kurzer Krankheit
- Situation: Ein Marketing-Manager mit einer 5-Tage-Woche wird für 10 Kalendertage krankgeschrieben. Seine Bruttogehälter der letzten drei Monate waren: 4.000 €, 4.050 € und 4.000 €.
- Eingaben im Rechner:
- Bruttogehalt 1-3: 4000, 4050, 4000
- Arbeitstage pro Woche: 5
- Krankheitstage: 10
- Ergebnis der Berechnung:
- Gesamtbrutto (3 Monate): 12.050 €
- Arbeitstage (3 Monate): 5 Tage/Woche * 13 Wochen = 65 Tage
- Täglicher Bruttolohn: 12.050 € / 65 Tage = 185,38 €
- Gesamte Entgeltfortzahlung: 185,38 € * 10 Tage = 1.853,85 €
- Interpretation: Für die 10-tägige Abwesenheit erhält der Manager eine Lohnfortzahlung von 1.853,85 € brutto.
Beispiel 2: Teilzeitkraft mit langer Krankheit
- Situation: Eine Teilzeitkraft im Einzelhandel (3-Tage-Woche) wird aufgrund einer Operation für die vollen 6 Wochen (42 Tage) krankgeschrieben. Ihre letzten drei Monatsgehälter waren konstant 1.800 €.
- Eingaben im Rechner:
- Bruttogehalt 1-3: 1800, 1800, 1800
- Arbeitstage pro Woche: 3
- Krankheitstage: 42
- Ergebnis der Berechnung:
- Gesamtbrutto (3 Monate): 5.400 €
- Arbeitstage (3 Monate): 3 Tage/Woche * 13 Wochen = 39 Tage
- Täglicher Bruttolohn: 5.400 € / 39 Tage = 138,46 €
- Gesamte Entgeltfortzahlung: 138,46 € * 42 Tage = 5.815,32 €
- Interpretation: Obwohl die Krankheit 42 Tage dauert, wird die Lohnfortzahlung für die Arbeitstage innerhalb dieses Zeitraums berechnet. Die Summe ist hier höher als das Dreifache des Monatsgehalts, da die 42 Tage einen längeren Zeitraum als 3 Monate abdecken. Unser rechner entgeltfortzahlung berücksichtigt dies korrekt.
Anleitung: So nutzen Sie den Rechner Entgeltfortzahlung
Unser rechner entgeltfortzahlung ist intuitiv gestaltet. Folgen Sie diesen einfachen Schritten, um Ihr Ergebnis zu erhalten:
- Bruttogehälter eingeben: Tragen Sie Ihre Bruttomonatsgehälter der letzten drei vollen Monate vor Beginn der Krankheit in die entsprechenden Felder ein.
- Arbeitstage wählen: Wählen Sie aus dem Dropdown-Menü Ihre reguläre Anzahl an Arbeitstagen pro Woche aus. Dies ist entscheidend für die korrekte Lohnfortzahlung bei Krankheit.
- Krankheitstage angeben: Geben Sie die Gesamtdauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit in Kalendertagen an. Der Rechner begrenzt den Anspruch automatisch auf 42 Tage.
- Ergebnisse ablesen: Die Ergebnisse werden in Echtzeit aktualisiert. Sie sehen die gesamte Brutto-Entgeltfortzahlung, Ihr durchschnittliches Monatsgehalt sowie den berechneten täglichen Bruttolohn.
- Details analysieren: Die Tabelle zeigt Ihnen den täglichen Anstieg Ihrer Lohnfortzahlung, während das Diagramm den Gesamtbetrag visuell in Relation zu Ihrem üblichen Einkommen setzt.
Nutzen Sie das Ergebnis, um Ihre Finanzen während der Krankheit zu planen und die Abrechnung Ihres Arbeitgebers zu überprüfen. Bei Unstimmigkeiten sollten Sie immer das Gespräch mit der Personalabteilung suchen.
Schlüsselfaktoren, die das Ergebnis der Entgeltfortzahlung beeinflussen
Mehrere Faktoren bestimmen die finale Höhe Ihrer Lohnfortzahlung. Unser rechner entgeltfortzahlung berücksichtigt die wichtigsten davon. Hier sind sechs zentrale Aspekte im Detail:
- Höhe des Bruttogehalts: Dies ist der offensichtlichste Faktor. Ein höheres Durchschnittsgehalt führt direkt zu einer höheren Entgeltfortzahlung.
- Dauer der Krankheit: Die Anzahl der Krankheitstage ist direkt proportional zur Auszahlungssumme, allerdings nur bis zur gesetzlichen Höchstdauer von 42 Tagen.
- Regelmäßige Arbeitstage pro Woche: Die Anzahl der Arbeitstage pro Woche ist entscheidend für die Umrechnung des Monatsgehalts in einen Tagessatz. Eine geringere Anzahl an Arbeitstagen führt zu einem höheren Tagessatz bei gleichem Monatsgehalt.
- Einmalzahlungen und Überstunden: Regelmäßig gezahlte Boni oder Provisionen können zur Berechnungsgrundlage zählen, während unregelmäßige Einmalzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld) und Überstundenvergütungen meistens nicht berücksichtigt werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Entgeltfortzahlung berechnen.
- Die 4-Wochen-Wartezeit: Der volle Anspruch auf Entgeltfortzahlung entsteht erst, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen besteht. Wer vorher krank wird, hat in der Regel direkt Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse.
- Wiederholte Erkrankungen (Anrechnung von Vorerkrankungen): Wenn ein Arbeitnehmer innerhalb von sechs Monaten erneut wegen derselben Krankheit ausfällt, werden die vorherigen Krankheitstage auf die 42-Tage-Frist angerechnet. Liegen mehr als sechs Monate dazwischen oder handelt es sich um eine neue Krankheit, beginnt die Frist von vorn. Dies ist bei der sechs wochen frist zu beachten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Rechner Entgeltfortzahlung
1. Was passiert nach den 42 Tagen Entgeltfortzahlung?
Nach Ablauf der 6 Wochen (42 Tage) endet die Zahlungspflicht des Arbeitgebers. Wenn Sie weiterhin arbeitsunfähig sind, erhalten Sie als gesetzlich Versicherter in der Regel Krankengeld von Ihrer Krankenkasse. Dieses ist niedriger als die Lohnfortzahlung (ca. 70 % des Brutto-, aber maximal 90 % des Nettogehalts). Nutzen Sie hierfür einen Krankengeld Rechner.
2. Zählen Feiertage zu den Krankheitstagen?
Ja, die 42-Tage-Frist läuft kalendertäglich, also inklusive Wochenenden und Feiertagen. Fällt ein gesetzlicher Feiertag in die Zeit Ihrer Arbeitsunfähigkeit, erhalten Sie für diesen Tag die normale Feiertagsvergütung anstelle der Entgeltfortzahlung.
3. Gilt der Rechner Entgeltfortzahlung auch für Minijobber?
Ja, auch geringfügig Beschäftigte (Minijobber) haben nach Ablauf der vierwöchigen Wartezeit einen vollen Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Die Berechnungsgrundlage ist ihr durchschnittlicher Verdienst.
4. Was ist, wenn mein Gehalt in den letzten 3 Monaten stark geschwankt hat?
Das ist genau der Grund, warum der Gesetzgeber eine Durchschnittsberechnung vorsieht. Unser rechner entgeltfortzahlung ist ideal für solche Fälle, da er den Mittelwert aus den drei Monaten bildet und so für einen fairen Ausgleich sorgt.
5. Muss ich für die Entgeltfortzahlung Steuern und Sozialabgaben zahlen?
Ja, die Entgeltfortzahlung ist normales Arbeitsentgelt. Das bedeutet, es werden wie gewohnt Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) abgezogen.
6. Was passiert, wenn ich während des Urlaubs krank werde?
Krankheitstage, die durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden, werden nicht auf den Jahresurlaub angerechnet. Sie erhalten für diese Tage Entgeltfortzahlung, und die Urlaubstage werden Ihnen wieder gutgeschrieben.
7. Gilt die 6-Wochen-Frist pro Kalenderjahr?
Nein, die Frist ist nicht an das Kalenderjahr gebunden. Sie gilt pro Krankheitsfall. Eine neue 6-Wochen-Frist für dieselbe Krankheit beginnt erst, wenn zwischen dem Ende der letzten und dem Beginn der neuen Arbeitsunfähigkeit mindestens 6 Monate lagen. Das ist ein wichtiger Punkt im Arbeitsrecht.
8. Mein Arbeitgeber weigert sich zu zahlen. Was kann ich tun?
Suchen Sie zunächst das Gespräch mit der Personalabteilung und legen Sie die Berechnungsgrundlage (z.B. mit unserem rechner entgeltfortzahlung) dar. Hilft das nicht, können Sie Ihren Anspruch arbeitsrechtlich geltend machen, notfalls mit Hilfe eines Anwalts für Arbeitsrecht oder Ihrer Gewerkschaft.